TaaS (Power-Alternative zu Bodyleasing)

19.05.2022 | Bruno

Photo by Antonio Janeski on Unsplash

Jeder kennt den Spruch “Never change a winning team” - an sich simpel und logisch, aber halt auch etwas abgedroschen und nicht wenige unken, es führe vor allem zu Trägheit und Selbstgefälligkeit. Warum wir von avega das komplett anders sehen, wird in diesem Blog erläutert.

Wie entsteht ein gutes (eingespieltes) Team?

Dass man in Teams investieren muss, ist an sich vielen Unternehmen klar und es wird auch artig Budget frei gegeben für Team-Events, ebenso Projektzeit für Retrospektiven und andere Zeremonien. Nur geht leider oft vergessen, dass es schlicht und ergreifend seine Zeit dauert, bis sich ein Team menschlich, methodisch und auch fachlich gegenseitig vertraut und jeder die Stärken und Schwächen des anderen kennt. Gerade in der Software-Entwicklung entsteht fachliches und technisches Vertrauen erst durch die Zusammenarbeit selbst, durch den Austausch in Refinements, Reviews und Pairings, durch die Bewältigung von Stress-Situationen, durch konkrete Erfolge in der Umsetzung anspruchsvoller Aufgaben und letztendlich im gemeinsamen Erreichen von Zielen.

Team-as-a-Service (TaaS)

An sich haben wir in der IT-Branche längst erkannt: Wenn etwas einen grossen Initialaufwand verursacht und diesen auch jemand anders für uns erledigen kann, dann beziehen wir es mittlerweile als Dienstleistung (“as a Service”). Das gleiche funktioniert hervorragend bei Entwicklerteams - statt für eine konkrete Aufgabe verfügbare Mitarbeiter zu suchen und allenfalls mit einer externen Person zu ergänzen kann man sich einfach ein eingespieltes Team holen. Dieses unterstützt sich schon beim Onboarding gegenseitig und kann bereits beim ersten Planning auf einen gemeinsamen Erfahrungsschatz zurückgreifen.

Aber…

Solche Teams sind doch schnell selbstgefällig, zudem nicht an einem nachhaltigen Ergebnis interessiert und das Know-How geht nach Ende des Einsatzes ebenfalls verloren?

Nun - Selbstgefälligkeit bei Teams ist eine Frage der Führung und der Team-Mitglieder selbst (sonst wäre der FC Bayern München nicht 10 mal in Folge Meister geworden), was man glücklicherweise bei einem “TaaS” nicht selbst moderieren muss. Zudem trifft ein externes Team nicht nur auf ein neues Projekt, sondern auch auf eine neue Arbeitsumgebung und kann sich dementsprechend nicht auf vorgängigen Lorbeeren ausruhen. Und im Gegensatz zu einer Einzelperson im Bodyleasing wird es in einem agilen Setup auch viel schneller am Erfolg gemessen. Mit all dem verlässt das Team doch ziemlich schnell die “Komfortzone” und ist gefordert.

Was Nachhaltigkeit, Qualität und Know-How betrifft: auf Stufe Entwicklung liegt das “Know-How” grösstenteils im Code (Repository) / Dokumentation, und hier ist letztendlich die persönliche Disziplin entscheidend, Code und Dokumentation so zu gestalten, dass nachfolgende Entwickler:innen beides rasch verstehen und sich fachliche und technische Aspekte leicht erkennen lassen. Auch hier: Beim Hinzuziehen von Einzelpersonen weiss man nicht, wie hoch der Anteil dieser Person am Erfolg vergangener Projekte war und es sagt auch nichts über deren Leidenschaft für Softwareentwicklung aus (z.B. gerade wenn bei der Beschaffung die finanzielle Opportunität ein höheres Gewicht hat als die zu erwartende Qualität oder Eignung für den Job). Ein Team hingegen lässt sich stets als Ganzes bewerten und die Visitenkarte, die es hinterlässt, ist gross. Demzufolge ist der Erfolgsfaktor viel transparenter.

Es macht mit Sicherheit Sinn sich genau zu überlegen, ob man sich für ein Projekt nur punktuell verstärkt oder eben grad richtig auf’s Gaspedal drückt und sich ein geeignetes Team in’s Boot holt. Es lohnt sich auf jeden Fall, letzteres mal auszuprobieren.

Apropos Visitenkarte: Der Verdacht ist richtig - avega besitzt mittlerweile in Form des Solution Ateliers exakt so ein gut eingespieltes Team und bietet dieses auch als Dienstleistung an. 😉